Tee und Schadstoffe?

Keines der Lebens- und Genußmittel, die wir täglich zu uns nehmen, ist frei von Schadstoffen, auch der Tee nicht.

Selbst im Eis der Antarktis wurden zahlreiche Schadstoffe festgestellt. Tausende Kilometer von jeglicher Zivilisation entfernt.

Ein Tee ist dann verkehrfähig, das heißt, gesundheitlich absolut unbedenklich, wenn er die gesetzlich festgelegte Höchstmenge an Schadstoffen, gemessen pro Kilo getrockneter Teeblätter, nicht überschreitet.

Hier fällt einem bereits eine Diskrepanz auf:
1 Kilo pflanzliche und tierische Lebensmittel pro Tag zu verzehren, ist durchaus denkbar, aber wer ißt schon 1 Kilo getrockneter Teeblätter? Hinzu kommt, dass die zulässigen Höchstmengen beim Tee meist deutlich niedriger als bei anderen Lebensmitteln liegen und die Schadstoffe nur in geringen Mengen (0,1% bis 10%) wasserlöslich sind.

Die Zeitschrift „DM-Test“ schildert, was für den Teetrinker wirklich interessant ist: „Gift im Tee“ – Tees, die aus schwül-heißen, tiefgelegenen Anbaugebieten stammen, in denen sich Schädlinge naturgemäß besonders wohl fühlen, sind nicht unbedingt pestizidfrei. Wir haben für unseren Test die Werte von sogenannten Organchlor- und Organphosphorpestiziden bestimmt – und zwar sowohl im Originaltee, wie in der Aufgußflüssigkeit.

Das Ergebnis:
Im Trockentee fanden wir garnichts oder Spuren, die weit unter dem zulässigen Höchstwert lagen. (….)
In der Aufgußflüssigkeit waren auch diese Spuren nicht mehr nachweisbar.

Das Botanische Institut der Universität Hamburg kommt bei seinen Untersuchungen zu folgendem Ergebnis:
(…..) Für die gesundheitliche Bewertung pestizidbelasteter Tees sind die in die Aufgußflüssigkeit übergehenden Wirkstoffmengen maßgebend, die bei den Organchlorverbindungen ca. 10 % der Ausgangsgehalte ausmachen.

Aus dieser Sicht wären auch geringe Höchstmengenüberschreitungen wegen der geringen Transferrate toxikologisch nicht relevant. Für die volle Ausschöpfung der täglich duldbaren Aufnahmemenge (ADI-Werte) müßten selbst bei bis zur Toleranzgrenze belasteten Teeproben täglich mehrere tausend Tassen Tee konsumiert werden. (…..).

Schadstoff zugelass. Höchstmenge
in mg/kg
gefund. Menge
in mg/kg
Wasserlöslichkeit
in Prozent
in 1 Liter Tee
enthalten in mg
Höchstmenge enspricht
täglichem Konsum von:

Bifenthrin

50,1100,00011444.000 Liter

Brompropylat

0,10,056100,0000671.500 Liter

Chlorphyriphos

0,10,060,10,0000721.400 Liter

DDT

0,20,230,0000722.700 Liter

Dicofol

20,83100,0009962.000 Liter

Endosulfan

301,1100,00132023.000 Liter

Fenvalerat

101,5100,0017965.600 Liter

Permetrin

0,10,07100,0000841.200 Liter

Prothiophos

10,16100,0001865.400 Liter

Phosalon

0,10,03100,0000402.500 Liter

Sie sehen also aus obiger Tabelle:
Genießen Sie beruhigt und ohne Furcht vor Schadstoffen Ihren täglichen Tee, zumindest, solange es nicht mehrere tausend Liter pro Tag sind.